Von der Angst davor, zu enttäuschen, und dem Mut, Träume aufzugeben.

Mein letztes Mal war der Moment,an dem ich gebrochen war. An dem ich nicht mehr konnte. Physisch. Psychisch. Komplett. Der Moment, an dem ich nichts mehr wollte.
Es war die letzte Grenze. Die alles mit sich riss, als ich sie überschritten hatte.
Meine Liebe für das was ich tat wurde zu Übelkeit nur beim Gedanken daran, weitermachen zu müssen.
An dem Tag habe ich meinen Mut verloren.
Meine Pläne.
Mein Ziel.
Mein Bild von dem, wie die Zukunft aussehen würde.
Von der Angst sich selbst zu verlieren, und dem Mut, sich nicht aufzugeben.

„Was ist von mir denn überhaupt noch übrig?“, schrie ich aufs Meer hinaus. Wilde, salzige Tränen mischten sich mit der Flut, die weiterhin unbeirrt an mir zog.
Von der Traurigkeit, und dem Mut, ihr entgegenzutreten.

Hier stand sie nun, auf den Wellenbrechern am Anfang des Meeres, wo sie immer nichts als Frieden gefunden hatte, und alles was sie jetzt spürte war dieses vernichtende Gefühl eines unkontrollierbaren Wirbelwinds, der alles in ihr verwüstete, woran sie geglaubt hatte, der alles durcheinander warf, worauf sie gehofft hatte. Sie wollte schreien, weinen, dieses Monster endlich loswerden. Deshalb hatte sie die Stille immer gefürchtet. Weil in ihr die unbändige Angst herrschte, dass dieser Sturm sie vollkommen vernichtet.