EURE GESCHICHTEN
auf dieser Seite sammle ich eure Geschichten vom Suchen und Finden des Muts. Ich bedanke mich von ganzem Herzen für euer Vertrauen, euren Mut und eure Offenheit, eure Erlebnisse mit mir und der Welt zu teilen. Damit wir alle gemeinsam beweisen können, dass niemand von uns allein ist.

Von der Angst sich selbst zu verlieren, und dem Mut, sich nicht aufzugeben.
„Was ist von mir denn überhaupt noch übrig?“, schrie ich aufs Meer hinaus. Wilde, salzige Tränen mischten sich mit der Flut, die weiterhin unbeirrt an mir zog.

Vom Verlust, und dem Mut, weiterzumachen.
All das ist wie Schimmel auf der Tapete. Man kann ihn eine Weile ignorieren, man kann ihn überstreichen, damit man ihn nicht mehr sieht. Aber seine giftigen Sporen bohren sich durch jede Farbschicht und vergiften unbemerkt die Luft, die wir atmen. Und irgendwann ist die Schicht aus Farbe so dick, so vermeintlich undurchdringlich – bis sie einfach zerbricht.

Von der Traurigkeit, und dem Mut, ihr entgegenzutreten.
Hier stand sie nun, auf den Wellenbrechern am Anfang des Meeres, wo sie immer nichts als Frieden gefunden hatte, und alles was sie jetzt spürte war dieses vernichtende Gefühl eines unkontrollierbaren Wirbelwinds, der alles in ihr verwüstete, woran sie geglaubt hatte, der alles durcheinander warf, worauf sie gehofft hatte. Sie wollte schreien, weinen, dieses Monster endlich loswerden. Deshalb hatte sie die Stille immer gefürchtet. Weil in ihr die unbändige Angst herrschte, dass dieser Sturm sie vollkommen vernichtet.

Von der Gleichgültigkeit des Erwachsenseins und dem Mut, wieder innezuhalten
Ich würde sagen, Muschelsuchen und das Leben sind untrennbar miteinander verbunden. Für Kinder ist selbst die kleinste Muschel ein großes Wunder, weil für sie alles erste Male sind. Sie öffnen ihr Herz für die Schönheit der Welt, weil sie noch keine Zeit hatten, sich daran zu gewöhnen.

Vom Mut ins Scheinwerferlicht zu treten
Und vielleicht habe ich mich so ein bisschen wie dieser Fisch gefühlt: nicht als strahlend und besser als andere, aber als anders und als würde ich zu viel erwarten. Als wäre ich zu viel. Zu viel für andere und deshalb könnte ich nichts von mir preisgeben. Als dürfte ich nicht. Nicht, weil ich nicht mehr jemand Besonderes wäre, sobald ich mich zu erkennen gäbe. Sondern vielmehr als wäre ich in den Augen derer, die mir wichtig waren, nichts mehr wert, sobald sie wüssten, wer ich wirklich bin.

Vom Mut der Veränderung zu begegnen
Eine der Situationen in denen mich der Mut verlassen hat war ein Moment, von dem viele denken, er müsse sich ausschließlich glücklich anfühlen: der Augenblick, in dem ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt.
Wir hatten uns dieses Kind gewünscht. Wirklich. Und trotzdem war mein allererster Gedanke nicht pure Freude, sondern ein ehrliches, fast erschrockenes: „Oh shit. Das ist jetzt echt.“
In Sekundenbruchteilen rauschte alles durch meinen Kopf. Mein Leben, wie ich es kannte. Meine Freiheit. Meine Hobbys, Freundschaften, meine Karriere. Meine Ehe, mein Zuhause, mein Körper, mein Schlaf. Ich selbst. Mir wurde schlagartig klar: Nichts davon würde unberührt bleiben. Alles würde sich verändern. Und diese Erkenntnis hat mich für einen Moment komplett überfordert. In genau diesem Moment habe ich kurz den Mut verloren.